Interview mit der Leitung des Streckendienstes
„Es gilt, den erreichten Standard aufrechtzuerhalten”
Etwa vier Millionen Zuschauer standen im vergangenen Jahr neun Tage lang an der Strecke der Deutschland Tour. Viele haben die Fernsehbilder vom rollenden Peloton, von den Duellen am Berg und vom Kampf der Sprinter auf der Zielgeraden noch vor Augen. Doch wie entsteht das Radrennen Deutschland Tour überhaupt und welche Kräfte sind daran beteiligt? Im Interview äußern sich dazu Robert Püstow und Michael Haas als führende Köpfe des Streckendienstes.Interview mit Michael Haas und Robert Püstow
Frage: Was sind Ihre Aufgaben als Streckendienstleiter der Deutschland Tour?
Michael Haas: Zunächst einmal sind wir verantwortlich für die Streckenführung der Deutschland Tour. Das fängt damit an, dass wir für jede Etappe einen Verlauf ausarbeiten, diesen mit den Wünschen der Etappenorte sowie mit Polizei und Behörden abstimmen. Steht die Strecke in der Theorie, gilt es, die Sperrung und Sicherung für den Renntag zu organisieren, also Streckenposten zu gewinnen, die Sperrungen der Straßen zu planen und auch die begleitenden Motorradstaffeln einzuweisen.
Frage: Klingt nach viel Behördenarbeit…
Robert Püstow: Klar, Behördenarbeit gehört dazu, denn gerade auf polizeilicher Ebene ist die Deutschland Tour eines der Großereignisse im Jahr. In jedem Bundesland werden auf höchster Ebene Einsatzstäbe gebildet, die ein halbes Jahr lang die Deutschland Tour vorbereiten. Motorradstaffeln werden gebildet, Hubschrauber sind zur Aufklärung in der Luft und hunderte Polizisten sind pro Etappe im Einsatz. Die Arbeit, die dort geleistet wird, ist schon bemerkenswert.
Frage: Sie müssen jedes Jahr eine Strecke von ca. 1.300 Kilometern mit einem attraktiven und abwechslungsreichen Profi l erstellen. Wo fängt man da an?
Michael Haas: Zunächst besprechen wir mit dem Tour-Direktor Kai Rapp die Grundkonzeption der Strecke. Dann widmen wir uns der Landkarte – heutzutage fast ausschließlich am Rechner. Per Online-Routenplaner wird zunächst die kürzeste Strecke gewählt. Wir peilen Etappenlängen von ca. 180 - 200 Kilometern an. Haben wir genügend Spielraum, schauen wir, welche Attraktionen wir in den Streckenverlauf einbinden können – also interessante Städte oder Anstiege. Zuletzt prüfen wir die Strecke hinsichtlich des zu erwartenden Sperraufwands.
Robert Püstow: Die Deutschland Tour hat sich seit ihrem Neubeginn 1999 einen hervorragenden Ruf hinsichtlich Streckenführung und -sicherung erarbeitet. Den erreichten Standard gilt es mindestens aufrecht zu erhalten. Wir meiden allzu kleine Straßen mit Engstellen, Schikanen und schlechtem
Straßenbelag.
Frage: Wie lange arbeiten Sie an der Streckenplanung für eine Deutschland Tour?
Robert Püstow: Wenn alles gut läuft, beginnt die Vorbereitung der Deutschland Tour im November und endet mit dem Start der
ersten Etappe.
Michael Haas: Zunächst einmal sind wir verantwortlich für die Streckenführung der Deutschland Tour. Das fängt damit an, dass wir für jede Etappe einen Verlauf ausarbeiten, diesen mit den Wünschen der Etappenorte sowie mit Polizei und Behörden abstimmen. Steht die Strecke in der Theorie, gilt es, die Sperrung und Sicherung für den Renntag zu organisieren, also Streckenposten zu gewinnen, die Sperrungen der Straßen zu planen und auch die begleitenden Motorradstaffeln einzuweisen.
Frage: Klingt nach viel Behördenarbeit…
Robert Püstow: Klar, Behördenarbeit gehört dazu, denn gerade auf polizeilicher Ebene ist die Deutschland Tour eines der Großereignisse im Jahr. In jedem Bundesland werden auf höchster Ebene Einsatzstäbe gebildet, die ein halbes Jahr lang die Deutschland Tour vorbereiten. Motorradstaffeln werden gebildet, Hubschrauber sind zur Aufklärung in der Luft und hunderte Polizisten sind pro Etappe im Einsatz. Die Arbeit, die dort geleistet wird, ist schon bemerkenswert.
Frage: Sie müssen jedes Jahr eine Strecke von ca. 1.300 Kilometern mit einem attraktiven und abwechslungsreichen Profi l erstellen. Wo fängt man da an?
Michael Haas: Zunächst besprechen wir mit dem Tour-Direktor Kai Rapp die Grundkonzeption der Strecke. Dann widmen wir uns der Landkarte – heutzutage fast ausschließlich am Rechner. Per Online-Routenplaner wird zunächst die kürzeste Strecke gewählt. Wir peilen Etappenlängen von ca. 180 - 200 Kilometern an. Haben wir genügend Spielraum, schauen wir, welche Attraktionen wir in den Streckenverlauf einbinden können – also interessante Städte oder Anstiege. Zuletzt prüfen wir die Strecke hinsichtlich des zu erwartenden Sperraufwands.
Robert Püstow: Die Deutschland Tour hat sich seit ihrem Neubeginn 1999 einen hervorragenden Ruf hinsichtlich Streckenführung und -sicherung erarbeitet. Den erreichten Standard gilt es mindestens aufrecht zu erhalten. Wir meiden allzu kleine Straßen mit Engstellen, Schikanen und schlechtem
Straßenbelag.
Frage: Wie lange arbeiten Sie an der Streckenplanung für eine Deutschland Tour?
Robert Püstow: Wenn alles gut läuft, beginnt die Vorbereitung der Deutschland Tour im November und endet mit dem Start der
ersten Etappe.








